Thoraxdrainage (Tubus-Thorakostomie)
Einlage einer Thoraxdrainage zur Entleerung von Luft oder Flüssigkeit aus dem Brustraum
Was ist diese Behandlung?
Die Tubus-Thorakostomie (Anlage einer Thoraxdrainage) ist ein Eingriff, bei dem zur Entleerung von im Pleuraraum zwischen Lunge und Brustwand angesammelter Luft oder Flüssigkeit ein Schlauch durch die Brustwand eingelegt wird. Sie ist keine Behandlung einer Wirbelsäulenerkrankung; in der Wirbelsäulenchirurgie kann sie nur nach transthorakalen Zugängen zum thorakalen (Brust-)Bereich als unterstützender Eingriff zur pleuralen Drainage eingesetzt werden.
Vorteile
- Ermöglicht die Entleerung von im Pleuraraum angesammelter Luft oder Flüssigkeit
- Ermöglicht die Wiederausdehnung der Lunge
- Kann nach thorakaler Wirbelsäulenchirurgie zur pleuralen Drainage eingesetzt werden
- Hilft bei der Behebung von Ansammlungen, die zu Atembeschwerden führen
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Lokalanästhesie. Über einen sicheren Bereich zwischen den Rippen in der Achsellinie wird ein Schlauch in den Pleuraraum eingelegt; der Schlauch wird an ein System angeschlossen, das die Entleerung von Luft oder Flüssigkeit nach außen ermöglicht.
Wann wird sie eingesetzt?
- Pneumothorax (Luftansammlung im Brustraum)
- Hämatothorax (Blutansammlung im Brustraum)
- Pleuraerguss oder Empyem (Ansammlung von Flüssigkeit/Eiter)
- Pleurale Drainage nach thorakaler Wirbelsäulenchirurgie
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff werden die aus dem Schlauch austretende Luft/Flüssigkeit und der Atemzustand überwacht; die Kontrolle erfolgt mittels Röntgenaufnahmen der Lunge. Sobald die Ansammlung abnimmt und die Lunge sich wieder ausgedehnt hat, wird der Schlauch zum geeigneten Zeitpunkt entfernt.
Fachärztliche Einschätzung
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