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Vestibuläre Neurektomie

Selektive Durchtrennung des Gleichgewichtsnervs bei therapieresistentem Schwindel

Was ist diese Behandlung?

Die vestibuläre Neurektomie bezeichnet das Verfahren, bei dem bei einseitigem, gleichgewichtsstörendem Schwindel (insbesondere Morbus Menière), der auf eine medikamentöse Behandlung nicht anspricht, der für das Gleichgewicht zuständige Vestibularisnerv selektiv durchtrennt wird. Dabei werden unter Erhalt des Hörnervs nur die Gleichgewichtsfasern durchtrennt.

Vorteile

  • Zielt darauf ab, durch Durchtrennung des die gestörte Gleichgewichtsinformation übertragenden Vestibularisnervs die Schwindelattacken zu kontrollieren
  • Kann dazu beitragen, therapieresistente Vertigo-Anfälle zu verringern
  • Auf den Erhalt des Hörvermögens desselben Ohres wird sorgfältig geachtet
  • Die Fallauswahl richtet sich nach dem Hörstatus und danach, ob die Erkrankung ein- oder beidseitig ist

Behandlungsablauf

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Über einen Zugang zur hinteren Schädelgrube werden die Nerven des inneren Gehörgangs erreicht; unter dem Mikroskop werden die für das Gleichgewicht zuständigen Vestibularisfasern selektiv durchtrennt, während der Hörnerv erhalten wird.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Vertigokontrolle bei medikamentös therapieresistentem, einseitigem Morbus Menière mit erhaltenem Hörvermögen
  • Verringerung unkontrollierbarer Schwindelanfälle
  • Selektive Durchtrennung des Vestibularisnervs an der Quelle des gestörten Gleichgewichtssignals
  • Unterstützung der Lebensqualität bei ausgewählten Fällen, bei denen die konservative Behandlung unzureichend ist

Genesung und Planung

Nach der Operation kann das Gleichgewicht vorübergehend beeinträchtigt sein und die Anpassung des Gehirns benötigt Zeit; die vestibuläre Rehabilitation hilft dabei. Mögliche Risiken wie Hörverlust und Beeinträchtigung des Gesichtsnervs werden mit Ihnen vorab besprochen. Der Entlassungsplan wird entsprechend dem klinischen Bild festgelegt.

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Vestibuläre Neurektomie | Dr. Özgür Akşan