AVM-Embolisation (zerebral)
Behandlung einer Hirn-AVM mittels Embolisationsmaterial von innen
Was ist diese Behandlung?
Es handelt sich um einen Eingriff, bei dem zur endovaskulären Behandlung einer zerebralen arteriovenösen Malformation (AVM) über einen Katheter ein flüssiges Embolisationsmittel (Onyx, NBCA) in die zuführenden Arterien injiziert wird, um den Nidus zu verschließen. Er wird als alleinige definitive Behandlung oder zur Volumenreduktion vor Operation/Radiochirurgie angewandt.
Vorteile
- Verringert durch Verkleinerung des AVM-Nidus das Operationsrisiko
- Kann in ausgewählten Fällen für sich allein kurativ sein
- Kann das Blutungsrisiko verringern
- Bietet in mehreren Sitzungen die Möglichkeit einer schrittweisen Behandlung
Behandlungsablauf
Über die A. femoralis wird ein Mikrokatheter in die zuführenden Arterien der AVM vorgeschoben. Mittels superselektiver Angiografie wird eine Karte des Nidus erstellt. Das flüssige Embolisationsmittel wird kontrolliert injiziert, um den Nidus zu verschließen.
Wann wird sie eingesetzt?
- Definitive Behandlung einer zerebralen AVM
- Volumenreduktion einer AVM vor der Operation
- Größenreduktion einer AVM vor der Radiochirurgie
- Notfallembolisation bei einer blutenden AVM
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff sind eine Überwachung auf der Intensivstation, eine neurologische Beurteilung und periodische angiografische Kontrollen erforderlich.
Fachärztliche Einschätzung
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Quellen
Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.
- Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1509.
- Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011.
- Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet: Operative Neurosurgical Techniques: Indications, Methods and Results. 7th ed. Elsevier; 2021.
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