Blockade des Ganglion Gasseri
Nervenblockade zur Schmerzkontrolle im Bereich des Ganglion trigeminale
Was ist diese Behandlung?
Die Blockade des Ganglion Gasseri ist ein Verfahren, bei dem das Ganglion trigeminale (Ganglion Gasseri) über das Foramen ovale erreicht und ein Lokalanästhetikum und/oder ein neurolytisches Mittel appliziert und die Nervenleitung blockiert wird. Sie wird zur diagnostischen Beurteilung und Behandlung von Gesichtsschmerzen bei Trigeminusneuralgie sowie als Test vor weiterführenden Eingriffen durchgeführt.
Vorteile
- Kann bei Gesichtsschmerzen infolge einer Trigeminusneuralgie Linderung verschaffen
- Hat diagnostischen Wert bei der Bestätigung der Schmerzquelle
- Bietet die Möglichkeit eines Tests vor dauerhaften Eingriffen wie der Radiofrequenz-Thermokoagulation
- Wird unter Bildgebungskontrolle gezielt durchgeführt
Behandlungsablauf
Unter Durchleuchtungskontrolle wird die Nadel über das Foramen ovale zum Ganglion trigeminale vorgeschoben. Nach Bestätigung der korrekten Lage werden ein Lokalanästhetikum und/oder ein neurolytisches Mittel injiziert. Aufgrund der Nähe des Eingriffs zu intrakraniellen Strukturen wird der Patient engmaschig überwacht.
Wann wird sie eingesetzt?
- Behandlung der Trigeminusneuralgie
- Diagnostische Beurteilung von Gesichtsschmerzen
- Testblockade vor der RFT
- Diagnostische Bestätigung der Schmerzquelle
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff kann ein vorübergehendes Taubheitsgefühl im Gesicht auftreten. Der Patient wird nach einer Überwachungsphase entlassen. Dieser über das Foramen ovale durchgeführte Eingriff ist invasiver als andere periphere Nervenblockaden und erfordert eine engmaschige Nachbeobachtung. Die Wirkdauer variiert je nach verwendetem Wirkstoff.
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