Implantation einer Baclofenpumpe
Intrathekale Baclofenpumpe bei therapieresistenter Spastik
Was ist diese Behandlung?
Die Implantation einer Baclofenpumpe ist ein Verfahren zur Behandlung therapieresistenter schwerer Spastik. Die unter die Haut eingesetzte programmierbare Pumpe gibt über einen Katheter kontinuierlich Baclofen in den intrathekalen Raum ab, in dem sich die Rückenmarksflüssigkeit befindet; so wird mit niedriger Dosis eine wirksame Spastikkontrolle angestrebt.
Vorteile
- Zielt auf die Kontrolle schwerer Spastik mit kontinuierlichem intrathekalem Baclofen ab
- Bietet die Möglichkeit, die Nebenwirkungen einer hohen oralen Medikamentendosis zu verringern
- Die Dosis lässt sich über die Pumpe einstellen und bei Bedarf ändern
- Kann zur Verbesserung von Bewegung, Pflege und Lebensqualität beitragen
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Der intrathekale Katheter wird in den Raum der Rückenmarksflüssigkeit eingelegt; die Pumpe wird im Bauchbereich in eine subkutane Tasche eingesetzt und mit dem Katheter verbunden. Die Dosis wird nach dem Eingriff durch Programmierung eingestellt.
Wann wird sie eingesetzt?
- Schwere Spastik infolge einer Rückenmarksverletzung
- Therapieresistente Spastik bei Multipler Sklerose
- Schwere Spastik bei Zerebralparese
- Fälle, die auf eine orale Behandlung unzureichend ansprechen oder deren Nebenwirkungen nicht tolerieren können
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff wird die Pumpe regelmäßig aufgefüllt und die Dosis eingestellt. Da eine Überdosierung von Baclofen oder ein plötzliches Absetzen (Entzug) schwerwiegende Folgen haben kann, werden die Katheter-/Pumpenfunktion und das Dosismanagement engmaschig überwacht.
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